Teichbepflanzung

Seniorinnen und Senioren pflanzen gemeinsam mit Kindern

Generationenübergreifende Pflanzaktion im Garten Herlet

Koblenz, 14. Juni 2012

Neugierig stehen die 17 Erstklässler der St. Castor Grundschule mit ihrer Gartenlehrerin Doris Metzner um den Teich im Garten Herlet. Viele Töpfe mit Pflanzen stehen dort am Ufer und an der Böschung. Fünf ältere, fremde Leute sitzen auf Stühlen unter dem Haselstrauch. Was wohl heute hier passiert? „Wir wollen gemeinsam mit unseren Gästen den Teich bepflanzen“, erklärt Dr. Birgitta Goldschmidt vom BUND-Projekt „GenerationenSchulGärten“ den Kindern. Und wer sind nun die Gäste? „Die kommen vom Seniorenbeirat. Das ist eine Gruppe von Leuten in Koblenz, die sich darum kümmern, dass die alten Menschen in unserer Stadt gut leben können“, versucht sich Dr. Goldschmidt in einer kindgerechten Erklärung. „Wir haben uns dafür eingesetzt, dass hier ein Garten für euch und für andere Menschen entsteht“, ergänzt Monika Artz, Vorsitzende des Seniorenbeirates.

Und dann schnappt sich jedes der fünf Seniorenbeirats-Mitglieder ein paar Kinder. Gemeinsam pflanzen sie Schwanenblumen, Igelkolben, Froschbiss und viele andere standorttypische heimische Arten an den Teich.

Auch Ina Temme und Achim Behn von der Deutschen Reihenhaus AG, die das Projekt „Garten Herlet“ mit 6.000 EUR unterstützt hat, freuen sich über die gemeinsame Aktion von Alt und Jung: „Wir sind beeindruckt, wie hier ökologische und soziale Bildungsarbeit verschmelzen – und das mit so viel Spaß!“

Am Tag darauf geht es vom nassen Element hin zu der trockensten und sonnigsten Ecke des Gartens. Im Rahmen eines Workshops, angeleitet von Fachleuten des Eigenbetriebs Grünflächen und Bestattungswesen der Stadt Koblenz sowie der Julius-Wegeler-Schule, bauen die Teilnehmer eine Trockenmauer und legen ein Trockenstein-Beet sowie ein Schmetterlings- und Fledermaus-Beet an. „Jetzt können die Tiere kommen!“ freut sich Eva Ohlig vom BUND-Projekt „GenerationenSchulGärten“ über diese vielfältige naturnahe Gartengestaltung.

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