Vision

Die Ziele des Vereins sind in § 2(2) der Satzung so formuliert:

„Der Verein fördert die Umsetzung der Idee der GenerationenSchulGärten in Koblenz. GenerationenSchulGärten sind Schulgärten, die gemeinsam von Schulen und älteren Menschen genutzt werden. Neben dem Transfer von Erfahrungswissen und regionaler Gartenkultur dienen sie v. a. der Begegnung und der gegenseitigen Unterstützung zwischen unterschiedlichen Gruppen: In erster Linie zwischen Jung und Alt, aber auch zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten, zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft, zwischen Schulgemeinschaft und Anwohnern im Stadtteil. Sie sollen Orte der Wertebildung, insbesondere der sozialen und ökologischen Verantwortung sein. Der Verein unterstützt mit den GenerationenSchulGärten Ziele und Inhalte der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), insbesondere der Umweltbildung, des globalen Lernens, der Partizipation, der Integration und der Gesundheitsfürsorge.“

Unsere Vision für das Jahr 2020 sieht so aus:

  • Die meisten Schulen in Koblenz und Umgebung haben Schulgärten.
  • Alle Schulen haben feste Kooperationen mit Organisationen aus dem Umfeld der Schule (Vereine, Kirchen, soziale Einrichtungen etc.), die sie in ihrer Schulgartenarbeit unterstützen.
  • Diese Organisationen kümmern sich darum, dass es immer SeniorpartnerInnen für die Schulgärten gibt.
  • Das Netzwerk trifft sich regelmäßig und organisiert gemeinsame Veranstaltungen.
  • Die interaktiven Angebote der Homepage (Börse) werden rege genutzt.

Nicht zuletzt wünschen wir uns, dass sich die GenerationenSchulGärten an folgenden Qualitätszielen in den Bereichen Ökologie, Partizipation, Integration, Bildung und Vernetzung orientieren:

Bereich

Allgemeine Ziele

Qualitätsziele

Partizipation

  • Beteiligung in möglichst allen Prozessschritten
  • Angepasste Beteiligungsformen
  • weitgehendes Mitbestimmungsrecht
  • gleichwertiges Stimmrecht für SchülerInnen
  • ggf. getrennte Beteiligung für unterschiedliche Gruppen (Jungen/Mädchen, SeniorInnen, Eltern, MigrantInnen etc.)

Ökologie

  • Biologischer Anbau
  • Naturschutzgerechte Gestaltung und Bewirtschaftung
  • Umwelttechnische Optimierung
  • keine Pestizide und synthetischen Dünger
  • Erhaltung von Altbeständen und –strukturen mit hohem ökologischen Wert (Bäume, Trockenmauern etc.)
  • minimale Bodenbearbeitung, Kompostwirtschaft, Mischkulturen etc.
  • Anbau heimischer und gefährdeter Sorten
  • Verwendung einheimischer standorttypischer Arten bei Ziergehölzen, keine Sorten aus gärtnerischer Auslesezucht, sondern Wildtypen
  • vor Ort gesammeltes Niederschlagswasser für die Wasserversorgung
  • erneuerbare Energien für die Energieversorgung

Integration

  • Einbeziehung von SeniorInnen in die Schulgartenarbeit
  • Integrationsangebote für benachteiligte Gruppen
  • seniorInnengerechte Gartengestaltung
  • spezielle Integrationsangebote im Rahmen der Schulgartenarbeit für
  • MigrantInnen,
  • körperlich und/oder geistig Beeinträchtigte,
  • sozial benachteiligte Familien

Bildung

  • „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Schulgarten
  •  Strukturelle Verankerung im Curriculum
  • Der Schulgarten wird als Lernort genutzt für
  • globales Lernen
  • soziales Lernen
  • Wertevermittlung
  • Service Learning als Tauschangebot: SeniortrainerInnen bieten Mitarbeit im Schulgarten, SchülerInnen bieten Service für SeniorInnen
  • Unterricht im Schulgarten wird verbindlich in Arbeitsplänen verankert.
  • Jede Schülerin / jeder Schüler kommt innerhalb ihrer/seiner Schulzeit kontinuierlich und konsistent mit dem Schulgarten in Kontakt: in unterschiedlichen Fächern, altersangepasst, aufeinander aufbauend.

Vernetzung

  • Intensiver Austausch mit externen Institutionen
  • Gemeinsames Lernen
  • Strukturelle Verankerung der Kooperation
  • Kooperationen mit Schulen anderer Schulform
  • gemeinsamer Unterricht, Feste, Fortbildungen, Hospitationen etc.
  • schriftliche Kooperationsvereinbarung